Das Vorstellungsgespräch – so überzeugen Sie

Bei Pflegeberufen handelt es sich um ein Gebiet, in dem der persönliche Menschenkontakt eine sehr wichtige Rolle spielt und mit zu der Tagesordnung gehört. Aus diesem Grund spielen persönliche Fähigkeiten, wie die Kommunikationsbereitschaft, Ehrlichkeit, Empathie und Offenheit eine wichtige Rolle. Viele potenzielle Arbeitgeber/innen nutzen das Vorstellungsgespräch unter anderem nicht nur, um Sie mit Ihren fachlichen Qualifikationen besser kennenzulernen, sondern auch, um zu prüfen, inwiefern Sie über diese persönlichen Fähigkeiten verfügen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich angemessen auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, vor allem aber immer Ihrer selbst treu bleiben.

Es ist vollkommen normal, wenn Sie nervös und aufgeregt sind. Lassen Sie sich dadurch aber nicht dazu verleiten, unüberlegt auf Fragen zu antworten oder hektisch zu werden. Vor Ihnen sitzt ein Mensch, wie Sie. Führen Sie sich das immer wieder vor Augen und seien Sie sich darüber bewusst, welche Stärken und Fähigkeiten Sie haben. Alleine die Tatsache, dass Sie im Vorstellungsgespräch sitzen zeigt, dass Ihr/e potenzielle/r Arbeitgeber/in Interesse an Ihnen und Ihrer Arbeit hat.

Alles beginnt mit Ihrer inneren Einstellung

Ganz egal, ob Sie an die Spiritualität glauben oder nicht – Ihre innere Einstellung strahlt nach außen und hat somit eine ganz bestimmte Wirkung auf Ihr Gegenüber. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch vor Augen führen:

  • was Sie können
  • was Sie mitbringen
  • was Sie wollen
  • was das Unternehmen Ihnen bieten kann

um so zu einer positiven inneren Einstellung zu kommen, die Sie dann nach außen ausstrahlen. Das trägt auch die Bezeichnung der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Sie sich sympathisch verhalten. Denn, wie bereits erwähnt, arbeiten Sie in Pflegeberufen eng mit anderen Menschen – sei es mit den anderen Pflegekräften aus Ihrem Team, sei es mit Ihren Patient/innen – weshalb es umso wichtiger ist, dass Sie sympathisch rüberkommen und mit Ihren persönlichen Fähigkeiten überzeugen.

Die Körpersprache und Ihre Auswirkung

Neben der inneren Einstellung hat auch die äußerlich sichtbare Körpersprache einen großen Einfluss darauf, wie Sie bei Ihrem Gegenüber während des Vorstellungsgespräches rüberkommen. Sie müssen sich nicht verstellen und dürfen durchaus zugeben, dass Sie nervös sind – das macht Sie direkt sympathischer und Ihr Gegenüber sieht, dass Sie offen und ehrlich sind.

Dennoch sollten Sie auf Ihre Körpersprache achten. Vor allem die Hände spielen dabei eine große Rolle. Achten Sie darauf, die Hände nicht zu verstecken, nicht mit ihnen zu fuchteln oder mit den Fingerspitzen auf den Tisch zu klopfen. Ihre Arme sollten Sie ebenfalls unter Kontrolle haben und nicht verschränken. Verschränkte Arme implizieren Verschlossenheit und Abwehr – zwei Aspekte, die in dem Pflegebereich nichts zu suchen haben. Dort spielen vielmehr Freundlichkeit, Optimismus und Offenheit eine fundamentale Rolle.

Neben der Körpersprache spielt auch Ihre „richtige“ Sprache eine große Rolle, weshalb Sie am besten über Selbstgespräche oder Übungen mit Freunden oder Verwandten an Ihrer Sprache arbeiten und darauf achten, ausdrucksstark und lebendig zu sprechen.

Mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch

Wenn Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, können Sie auch direkt ein paar Fragen im Hinterkopf behalten, die gerne bei Vorstellungsgesprächen aus dem Bereich der Pflege gestellt werden. Zu beliebten Fragen gehören unter anderem die Folgenden:

  • Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Ihnen, anderen Ärzt/innen und Kolleg/innen aus?
  • Wie gehen Sie mit schwierigen Patient/innen um?
  • Wie vergalten Sie sich, wenn Sie mit einer Vorgabe oder einer Entscheidung nicht einverstanden sind?
  • Was hat für Sie Vorrang, wenn es viel zu tun gibt?
  • Was macht Sie zu einer guten Pflegekraft?
  • Wie definieren Sie „mitfühlende Pflege“?

Sollten Sie eine kritische Frage gestellt bekommen, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, holen tief Luft und ordnen Ihre Gedanken. Oft stellen potenzielle Arbeitgeber/innen kritische Fragen, um zu sehen, wie Sie mit Stress und Druck umgehen – zwei Faktoren, die mit zum Alltag als Fachkraft im Bereich Pflege dazugehören.

Verfasst von Lara